Eichenschadgesellschaft
Waldschutzfachliche Empfehlungen

Langfristig kann durch den Aufbau von strukturreichen Eichenmischwäldern einschließlich des Unterbaus mit Schattlaubhölzern das Waldschutzrisiko deutlich verringert werden.
Wichtiger Bestandteil einer umfassenden Risikovorsorge ist auch eine an die Gefährdungssituation angepasste „saubere“ Waldbewirtschaftung. Das heißt, dass erkrankte, von Schädlingen (Eichenprachtkäfer) befallene Bäume zeitnah aus dem Wald entnommen werden. Nach heutiger Einschätzung können dadurch bestandsbedrohende Schäden und der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln minimiert werden.
Bei Gefahr von flächigen Absterbeprozessen können aber vorbeugende Waldschutzmaßnahmen, wie die Ausbringung chemischer Pflanzenschutzmittel mit Luftfahrzeugen, gegen einzelne Arten der Eichenfraßgesellschaft auch in Zukunft notwendig werden. Diesem Schritt gehen jedoch immer qualifizierte, fachliche Prognosen im Rahmen eines regelmäßigen Monitorings voraus.