Feldtag in Brünnstadt
Zwischenfrüchte nehmen Nährstoffe auf

Wasserberater Schubert und Landwirt Ruß

Am Verbindungsweg von Brünnstadt nach Frankenwinheim informierten sich im November 2021 Landwirte bei einer Felderbegehung zum Zwischenfruchtanbau.

Landwirt und VLF-Vorsitzender Mathias Ruß legte hier im August mit Wasserberater Rainer Schubert vom AELF Schweinfurt Demonstrationsparzellen mit Zwischenfruchtmischungen an. Der neue Aufwuchs nimmt die Nährstoffe, die nach Ernte der Hauptfrucht im Boden sind auf und bindet diese. Neben leichtabfrierenden Varianten (wie z.B. Ramtillkraut, Buchweizen, Senf Phacelia) stehen auch winterharte Mischungen mit Rübsen, Raps, und Ölrettich in den Parzellen.

Zwischenfrüchte

Zwischenfrüchte werden nach der Getreideernte Ende August ausgesät. Dadurch werden die Nährstoffe in der Pflanze und in der oberen Bodenschicht gebunden und in der vegetationslosen Zeit nicht in tiefere Schichten verlagert. Das fördert auch die Artenvielfalt und Biodiversität. Das Bodenleben hat durch die abgestorbenen Pflanzenreste einen reich gedeckten Tisch.

Dies wiederum fördert nachhaltig den Humusaufbau. Die Pflanzenmischungen durchwurzeln den Boden in unterschiedlichen Tiefen und lockern das Bodengefüge. Somit kann der Boden bei Starkniederschlägen in kurzer Zeit sehr viel Wasser aufnehmen und speichern. Dadurch wird die Erosion (Oberflächenabtrag) und auch eine Verschlämmung in der Fläche stark reduziert. Der Anbau von Zwischenfrucht dient somit dem Gewässer- und Bodenschutz.

Knöllchenbakterien

Mit Leguminosen wird Sickstoff aus der Luft gebunden, über Knöllchenbakterien dem Boden zugeführt und somit der Mineraldüngereinsatz reduziert.

Winterharte Pflanzen

Winterharten Pflanzen nehmen auch im Winter Nährstoffe auf und binden diese. Diese eigenen sich besonders für Wasserschutzgebiete.